Freitag, 30. April 2010
Freitag, 9. April 2010
Ein erster warmer Sonnentag 26.3.2010
Text von Martin Breger
Bei strahlenden Sonnenschein startete unser Fest. Schon die Proben der kurdischen Musiker der Grup Dendar wirkten mit ihrem kristallenen Klang durch die weit geöffneten Türen der Räumlichkeit auf die Straße. Vor dem Eingang hatten wir noch das Plakat auf der Straße plaziert - um weitere Gäste für unser Fest anzusprechen.
In der Küche waren zahlreiche HelferInnen und KöchInnen am wirken und zauberten die Menüs.
Ist das nicht lecker?
Labels:
Kurdische Musik ungarische Musik
Dienstag, 23. März 2010
Samstag, 13. März 2010
Warum Zwetschgenmus & Nilchicken
Text von Katharina Oguntoye
Sicher haben Sie sich schon gewundert was der Titel „Zwetschgenmus & Nilchicken“ zu bedeuten hat und wie er wohl zustande gekommen ist. Nun, wir wollten einen Titel für das Projekt finden, der die Idee der Begegnung und des Austausches zwischen der deutschen Kultur und den migrierten Kulturen verdeutlicht.
Nilchicken, das ist eine der in Berlin neuentstandenen Kreationen, die die Speisekarte des multikulturellen Deutschlands weiterschreiben, wie auch der Görli-Burger, Kreuzburger oder Köfteburger zu den ureigensten Erfindungen unseres Kiezes gehören. Nilchicken, so nennt sich das Huhnsandwich mit Erdnusssoße des sudanesischen Imbisses im Wrangelkiez.
Warum Nilchicken und nicht Kebab - immerhin ein original berliner Fastfood-Gericht, dass weltweite Verbreitung gefunden hat? Wir wollten ausdrücken, dass es bei der Begegnung von deutscher und migrierter Kultur nicht ausschließlich um eine deutsch-türkische Begegnung geht. Migranten und Migrantinnen, ob vor 30, 10 oder 5 Jahren oder auch vor mehreren Generationen nach Deutschland gekommen, sie stammen aus einer Vielzahl von Kulturen.
Unser Projekt möchte diese Vielfalt der Kulturen zeigen und das gegenseitige Kennenlernen von Nachbarn im Kiez anregen. Es werden also in 6 Veranstaltungen 12 Kulturen durch jeweils eine kulinarische und eine kulturelle Visitenkarte vorgestellt. Die jeweiligen Gerichte werden in einer Rezeptblattsammlung festgehalten und stehen allen als Anregung und zum Nachkochen zur Verfügung.
Für was steht nun Zwetschgenmus. Zunächst einmal sind Zwetschgen eine Pflaumensorte, so werden sie in Süddeutschland genannt. Und der Klang des Wortes ist für nicht Muttersprachler so fremd auf der Zunge wie auch die deutschen Wörter Schmetterling, Schwalben und zwitschern. Da hilft es nur zu üben und sich die Worte auf der Zunge zergehen zu lassen.
Für Muttersprachler, also sozialisiert Deutsche, löst dieses Wort zunächst eine Kaskade von Kindheitsassoziationen aus. Manche mögen kein Pflaumenmus, andere lieben es. Aber alle haben die Erinnerung an den Mustopf aus dem Märchen im Kopf, wenn auch irgendwo weit hinten versteckt.
Denn wie heißt es da im Grimmschen Märchen „Das tapfere Schneiderlein“….
An einem Sommermorgen saß ein Schneiderlein auf seinem Tisch am Fenster, war guter Dinge und nähte aus Leibeskräften. Da kam eine Bauersfrau die Straße herab und rief: "Gut Mus feil! Gut Mus feil!"
Das klang dem Schneiderlein lieblich in die Ohren, er steckte sein zartes Haupt zum Fenster hinaus und rief: "Hierherauf, liebe Frau, hier wird Sie Ihre Ware los."
Die Frau stieg die drei Treppen mit ihrem schweren Korbe zu dem Schneider herauf und mußte die Töpfe sämtlich vor ihm auspacken. Er besah sie alle, hob sie in die Höhe, hielt die Nase dran und sagte endlich: "Das Mus scheint mir gut, wieg Sie mir doch vier Lot ab, liebe Frau, wenn's auch ein Viertelpfund ist, kommt es mir nicht darauf an."……weiter lesen(hier klicken)
So geht es bei dem Begriff Zwetschgenmus um die Vermittlung der einheimischen deutschen Erfahrung, um diese mit den Menschen unterschiedlicher Herkünfte zu teilen.
Sicher haben Sie sich schon gewundert was der Titel „Zwetschgenmus & Nilchicken“ zu bedeuten hat und wie er wohl zustande gekommen ist. Nun, wir wollten einen Titel für das Projekt finden, der die Idee der Begegnung und des Austausches zwischen der deutschen Kultur und den migrierten Kulturen verdeutlicht.
Nilchicken, das ist eine der in Berlin neuentstandenen Kreationen, die die Speisekarte des multikulturellen Deutschlands weiterschreiben, wie auch der Görli-Burger, Kreuzburger oder Köfteburger zu den ureigensten Erfindungen unseres Kiezes gehören. Nilchicken, so nennt sich das Huhnsandwich mit Erdnusssoße des sudanesischen Imbisses im Wrangelkiez.
Warum Nilchicken und nicht Kebab - immerhin ein original berliner Fastfood-Gericht, dass weltweite Verbreitung gefunden hat? Wir wollten ausdrücken, dass es bei der Begegnung von deutscher und migrierter Kultur nicht ausschließlich um eine deutsch-türkische Begegnung geht. Migranten und Migrantinnen, ob vor 30, 10 oder 5 Jahren oder auch vor mehreren Generationen nach Deutschland gekommen, sie stammen aus einer Vielzahl von Kulturen.
Unser Projekt möchte diese Vielfalt der Kulturen zeigen und das gegenseitige Kennenlernen von Nachbarn im Kiez anregen. Es werden also in 6 Veranstaltungen 12 Kulturen durch jeweils eine kulinarische und eine kulturelle Visitenkarte vorgestellt. Die jeweiligen Gerichte werden in einer Rezeptblattsammlung festgehalten und stehen allen als Anregung und zum Nachkochen zur Verfügung.
Für was steht nun Zwetschgenmus. Zunächst einmal sind Zwetschgen eine Pflaumensorte, so werden sie in Süddeutschland genannt. Und der Klang des Wortes ist für nicht Muttersprachler so fremd auf der Zunge wie auch die deutschen Wörter Schmetterling, Schwalben und zwitschern. Da hilft es nur zu üben und sich die Worte auf der Zunge zergehen zu lassen.
Für Muttersprachler, also sozialisiert Deutsche, löst dieses Wort zunächst eine Kaskade von Kindheitsassoziationen aus. Manche mögen kein Pflaumenmus, andere lieben es. Aber alle haben die Erinnerung an den Mustopf aus dem Märchen im Kopf, wenn auch irgendwo weit hinten versteckt.
Denn wie heißt es da im Grimmschen Märchen „Das tapfere Schneiderlein“….
An einem Sommermorgen saß ein Schneiderlein auf seinem Tisch am Fenster, war guter Dinge und nähte aus Leibeskräften. Da kam eine Bauersfrau die Straße herab und rief: "Gut Mus feil! Gut Mus feil!"
Das klang dem Schneiderlein lieblich in die Ohren, er steckte sein zartes Haupt zum Fenster hinaus und rief: "Hierherauf, liebe Frau, hier wird Sie Ihre Ware los."
Die Frau stieg die drei Treppen mit ihrem schweren Korbe zu dem Schneider herauf und mußte die Töpfe sämtlich vor ihm auspacken. Er besah sie alle, hob sie in die Höhe, hielt die Nase dran und sagte endlich: "Das Mus scheint mir gut, wieg Sie mir doch vier Lot ab, liebe Frau, wenn's auch ein Viertelpfund ist, kommt es mir nicht darauf an."……weiter lesen(hier klicken)
So geht es bei dem Begriff Zwetschgenmus um die Vermittlung der einheimischen deutschen Erfahrung, um diese mit den Menschen unterschiedlicher Herkünfte zu teilen.
Donnerstag, 11. März 2010
Unsere KöchInnen
Foto Ras Adauto
Claudia und Ute kochen klimafreundlich
Foto Copyright: Martyna Bec 2010
Ras Adauto kocht brasilianisch
Text Martin Breger und Margarida da Silva
Der Name Adauto ist eine Zusammensetzung aus dem Lateinischen und besteht aus "ad" und "auto", ad steht für bei oder zu und auto steht für selbst. Die Bedeutung ist in der Verbindung eine wunderschöne - nämlich bei sich selbst sein. In der brasilianischen Auffassung : in Verbindung mit der Erde und der Luft seiend.
Dies ist jedoch nur der Vorname, hier der ganze Name: Adauto de Souza dos Santos.
Sein Vater hieß Maurillio und hatte afrikanische Wurzeln oder auch afrobrasilianisch, seine Mutter Elza war indigener Herkunft mit portugiesischen Anteilen. Ein Abbild der brasilianischen kulturellen Vermischung.
favela: union jacks creative
Der Vater zog aus dem Norden Brasiliens von Bahia nach Rio de Janeiro als Arbeitsimmigrant. In Rio lernten sich seine Eltern in einer Textilfabrik kennen. Sie lebten in einer Favela von Rio und Adauto wurde dort geboren. Adauto hatte sieben Geschwister und seine Eltern legten großen Wert auf die Ausbildung der Kinder, so dass Adauto Literaturwissenschaften in Rio (Link Brasilianische Literatur) studieren konnte. Für Adauto war die Wahl des Berufes eine Profession, die schon seit der Kindheit bestand und von seinen Eltern gefördert wurde.
Kochen hat Adauto von seinen Eltern gelernt, wobei Vater und Mutter abwechselnd das Essen gekocht haben. Die "Moqueca" stammt aus der Mischung eines indianischen Gerichtes, wie es gut in einem historischen Bericht beschrieben wurde und (siehe Link)"Moquem" genannt wurde und aus Amazonien kam, das Gericht wurde dann von den afrikanischen Einwanderern übernommen - und hieß dann "Moqueca".
Die Zutaten zu Moqueca , wie frischer Fisch, Palmöl, Kokosmilch oder Olivenöl wurden frisch auf dem Markt gekauft bzw. in einem der Asiatischen oder Afrikanischen Lebensmittelläden in Rio gekauft.
Adauto ging dann mit 30 Jahren für kurze Zeit nach Dakar im Senegal. Kehrte aber nach Brasilien zurück, wo er in den 90er Jahren Katharina aus Berlin kennenlernte. Nach dem ersten Kind haben sie sich entschieden in Berlin zu leben.
In Berlin betreiben sie ein Projekt welches schon in Brasilien vorgedacht war und hier weitergeführt wurde: Nijinski Arts international e. V.
Nachdem sie zuerst in Schöneberg wohnten, leben sie jetzt im Wrangelkiez. Hier schätzt Adauto die Mischung von Kulturen. Auch ist das Leben pulsierender auf der Strasse - ein bischen wie in Rio. Allgemein findet er in Berlin herrscht mehr Respekt in den sozialen Beziehungen der Menschen untereinander als in den Favelas von Rio. Ihm fehlt aber das Expressive der brasilianischen Lebensweise, hier in Berlin sind die Menschen mehr in sich gekehrt.
Foto Copyright: Martyna Bec 2010
Loan kocht vietnamesisch
Text Martin Breger
Loan ist bei ihren Eltern in Hanoi aufgewachsen. Das Kochen hat sie von ihrer Mutter abgeguckt, aber auch während ihres Pägagogikstudiums hat sie Kochen als Fach für ein Semester belegt.
Sie hat eine Schwester und einen Bruder und hat mit ihrer Familie bis zum Ende des Studiums in einem Haus in Hanoi gewohnt. In Vietnam ist es üblich in einem eigenen Haus mit mehreren Generationen zu wohnen. Ihre Mutter war Druckerin von Beruf und hat bis ins hohe Alter in diesem Beruf auch gearbeitet. Logischerweise gab es in ihrem Haus auch viele Bücher. Der Vater war ein Beamter. Loan studierte an der Hochschule für Pädagogik das Fach Chemie und wurde Chemielehrerin.
Seit 2002 lebt Loan in Berlin, war aber bereits vor 20 Jahren als Arbeiterin im Elektroapperate Werk Berlin Treptow in der DDR angestellt gewesen.
Die Phôsuppe hat sie in den vielen Straßenimbissen in Hanoi oft gegessen. Trotz der langwierigen Zubereitung ist das Essen ein preisgünstiges in Vietnam und wird von den einfachen Leuten gegessen.
Eigentlich wohnt Loan heute an der Grenze von Lichtenberg und Friedrichshain in Berlin. Im Gegensatz zum Wrangelkiez findet sie die Straßen in Lichtenberg ruhiger bis auf die großen Durchgangsstraßen.
Foto Copyright: Martyna Bec 2010
Edmund kocht berlinerisch
Lehua kocht californian mexikanisch
Lucia kocht italienisch.
Text Lucia Pop
Ich heiße Lucia Pop, Lucia ist lateinisch und bedeutet das Licht, Pop heißen die orthodoxen Priester. Ich bin in Rumänien geboren, mit 22 Jahren durch Heirat nach Italien gegangen und fühle mich mehr als Italienerin als Rumänin, weil ich 30 Jahre meines Lebens in Italien verbracht habe. Ich habe in Italien als Soziologin mit problematischen Kindern und Jugendlichen gearbeitet. Seit ca. 2 Jahren lebe ich im Wrangelkiez und unterstütze meinen Sohn, der eine Kunstgalerie in Mitte betreibt.
Für mich ist Essen eine Kultur. Ich habe in Italien die Wichtigkeit eines guten und qualitativen Essen mit gesunden, organischen Zutaten kennengelernt. Essen und Liebe sind die wichtigsten Dinge im Leben. "sag mir was du ißt, ich sage dir wer du bist" ist mein Motto.
Pasta e fagoli ist das Essen der Armen, was auch sehr regional ist, weil in Süditalien mehr Nudeln gegessen werden, im Gegensatz zu Norditalien, wo Reisgerichte mehr verzehrt werden. Für mich ist die gesunde Küche einfach. Sie hat nicht zu viele Zutaten - man sieht, riecht und schmeckt, was man ißt.
Im Wrangelkiez gefällt mir die lockere, multikulturelle Atmosphäre. Ich mag alle Menschen, die ich hier im Kiez kennengelernt habe.
Was mich allerdings sehr ekelt und stört, sind Hundekot und Spucke auf den Gehwegen.
Dan Okine kocht ghanaisch.
Text Martin Breger
Daniel Okine
Stammt aus Awutu Bereku einer alten Stadt in dem Distrikt Central Region von Ghana.
Sein Vater hieß Mosis und die Mutter Victoria Dzodah. In der Verwandtschaft gab es viele Querverbindungen nach Togo, da die Grenze durch die Kolonisatoren gesetzt wurde. Daniel ist ein Großenkel eines Fetischheilers. Der Name Okine bedeutet, dass der/diejenige ein Künstler der Keramikherstellung war.
Die Umgebung seines Geburtsortes ist im wesentlichen von Ebenen und von Wald bestimmt, hat aber auch Hügel. Hauptprodukt der Landwirtschaft ist der Anbau von Yams und Cassava (Maniok). Zur Erntezeit wird dann in Awutu Breku jedesmal ein Festival mit Musik veranstaltet, bei dem sich die regionale Politprominenz trifft - die Dorfchefs und regionale Regierung. Nahe am Ort seiner Jugend gab es einen ganzjährig Wasser führenden Fluß, der in einen kleinen See mündete namens Pon-Pon, der Bedeutung nach einem Gott.
Mit 9 Jahren zog Daniel mit seiner Mutter nach der Trennung von Vater nach der Hauptstadt Ghanas Accra. Später arbeitete Daniel in einem Büro der Acadamy of screen arts (Die Academy of Screen Arts ist ein Non-Profit-Film- und Fernseh-Institut) in Accra.
In Accra lernte Daniel das Kochen durch seine Mutter kennen, die dort eine Garküche betrieb - eine Art Kantine. Es ist eher ungewöhnlich für Männer in Ghana zu kochen, aber als einziges Kind, das bei seiner Mutter lebte, lernte er schnell alle Feinheiten. So bereitete er für die Garküche die alltäglichen Vorbereitungen, im Wesentlichen das Vorbereiten der Zutaten, die von den Gästen dann zu einer Mahlzeit zusammengestellt werden. Dabei wird die Vielfältigkeit der Menüs durch die Variationen der Soßen und Suppen bestimmt. Sie machen den spezifischen Charakter der Mahlzeiten aus.
Groundnut soup ist ein gutes Beispiel hierfür. Sie erfordert eine ganz spezifische Zubereitung ohne den Magen zu überbeanspruchen. Das macht das Können eines guten Kochs aus. Als Gericht ist die Groundnut soup ein relativ teuer, da viele Zutaten einzig zur Geschmacksverfeinerung benutzt werden - um schließlich nicht im Gericht zu sein.
Daniel findet die Stimmung morgens im Wrangelkiez ungewöhnlich, er ist aus gewohnt das morgens das Leben mit ungebändigter Lautstärke auf der Straße beginnt. Er findet die ruhigre Morgenstimmung im Wrangelkiez ungewöhnlich und Daniel hat das Gefühl in Deutschland startet das Alltagsleben gemächlicher.
Der Markt am Maybachufer ist auch für ihn ein Stück Nähe zu den vertrauten Märkten aus Ghana.
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Köche Land Leute
Mittwoch, 3. Februar 2010
05.02.2010
Das Fest
05.02.2010 hier mit einigen Eindrücken in Wort und Bild.

Foto Copyright: Martyna Bec 2010
Songs della Locca von Lehua


Foto Copyright: Martyna Bec 2010
Burritos
Burritos sind gefüllte, gerollte Weizentortillas.Man kann sie auch das Fastfood der mexikanischen Küche nennen. Bei der Füllung sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt.
Die Grundzutaten sind Weizentortillas, Bohnen und Reis. Dazu Fleisch und/ oder Gemüse, welche Fleisch- oder Gemüsesorte, ist dem Geschmack des Einzelnen überlassen. Auch Meeresfrüchte passen hervorragend.
Foto Copyright: Martyna Bec 2010
Und hier ein Bericht unserer Gäste:
Es war für uns eine Art Premiere: das Essen, die Musik, die Kultur. Es war einfach super.
Der Abend hat nochmal verdeutlicht, wie wichtig es ist, offen für Neues und Unbekanntes zu sein. Die Veranstaltung frönt nicht nur den Gaumenfreuden, sie fördert auch den kulturellen Austausch, Dialog zwischen den Menschen, Rezepteaustausch u.s.w.

Foto Daniel Okine
Man kann für wenig Geld mit der ganzen Familie essen, trinken und sich amüsieren. Dass so eine Begegnung in unserem Kiez stattfindet, ist für uns großes Glück.
besonder der musikalische Abschluss war wahnsinnig toll. Viele verschiedene Menschen haben zusammen nach Trommelmusik getanzt und sich amüsiert.
Es war einfach wunderbar.

Foto Copyright: Martyna Bec 2010
Musik aus Ghana von Daniel Okine
Über das Trommeln
Foto: Ras Adauto 2010

Die sprechende Trommel „BREKETE“ ist eine spirituelle Trommel, welche den Boden nicht berühren darf, während sie gespielt wird. Gespielt wird sie in Teilen des Ewe Königreichs in der Region Volta in Ghana. Daniel Okine aus Ghana, ein Geschichtenerzähler, Trommler, Musiker und Koch ist wieder hier, um sie zu spielen und über sie zu sprechen.
Daniels Küche:
Erdnuss-Suppe
Daniel Okine beim Kochen auf Youtube!(hier klicken)

Foto Copyright: Martyna Bec 2010
Erster Schritt:
Schneide das Rindfleisch (mit Knochen oder auch knochenlos) in mundgerechte Stücke und dämpfe es für 15 Minuten zusammen mit geschnittenen Zwiebeln, Suppenwürfeln, Salz und einem halben Glas Wasser.

Foto Copyright: Martyna Bec 2010
Zweiter Schritt:
Fülle die Erdnuss-Paste in einen Kochtopf und füge Wasser hinzu. Zerstampfe die Erdnuss-Paste im Wasser, bis sie sich komplett aufgelöst hat und beginne anschließend, den Inhalt des Kochtopfes zu erhitzen. Füge Pfeffer hinzu und koche das Ganze für 30 Minuten. Rühre hin und wieder um, bis irgendwann Blasen aufsteigen und an der Oberfläche Öl festzustellen ist.
Dritter Schritt:
Füge geschnittene Tomaten, Auberginen, Zucchini, die Zwiebeln und das gedämpfte Fleisch vom ersten Schritt hinzu. Lass es für weitere 30 Minuten kochen und füge Salz hinzu.
Grieß-Banku
Fülle den Grieß (feiner Mais- oder Weizengrieß) in einen Kochtopf und füge eine Messerspitze Salz hinzu. Füge anschließend Wasser (zweieinhalb mal soviel wie die Menge des Grießes) hinzu und rühre die Masse um, damit der Grieß sich komplett mit dem Wasser vermischt. Dann beginne die entstandene Masse zu erhitzen. Rühre nun um bis die Masse ihre Konsistenz ändert. Rühre schnell und stetig, damit es nicht anbrennt. Es sollte 10 Minuten nach dem Mischen fertig gekocht sein. Nun kann es serviert werden.
05.02.2010 hier mit einigen Eindrücken in Wort und Bild.
Foto Copyright: Martyna Bec 2010Songs della Locca von Lehua


Foto Copyright: Martyna Bec 2010
Burritos
Burritos sind gefüllte, gerollte Weizentortillas.Man kann sie auch das Fastfood der mexikanischen Küche nennen. Bei der Füllung sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt.
Die Grundzutaten sind Weizentortillas, Bohnen und Reis. Dazu Fleisch und/ oder Gemüse, welche Fleisch- oder Gemüsesorte, ist dem Geschmack des Einzelnen überlassen. Auch Meeresfrüchte passen hervorragend.
Foto Copyright: Martyna Bec 2010
Und hier ein Bericht unserer Gäste:
Es war für uns eine Art Premiere: das Essen, die Musik, die Kultur. Es war einfach super.
Der Abend hat nochmal verdeutlicht, wie wichtig es ist, offen für Neues und Unbekanntes zu sein. Die Veranstaltung frönt nicht nur den Gaumenfreuden, sie fördert auch den kulturellen Austausch, Dialog zwischen den Menschen, Rezepteaustausch u.s.w.

Foto Daniel Okine
Man kann für wenig Geld mit der ganzen Familie essen, trinken und sich amüsieren. Dass so eine Begegnung in unserem Kiez stattfindet, ist für uns großes Glück.
besonder der musikalische Abschluss war wahnsinnig toll. Viele verschiedene Menschen haben zusammen nach Trommelmusik getanzt und sich amüsiert.
Es war einfach wunderbar.

Foto Copyright: Martyna Bec 2010
Musik aus Ghana von Daniel Okine
Über das Trommeln
Foto: Ras Adauto 2010
Die sprechende Trommel „BREKETE“ ist eine spirituelle Trommel, welche den Boden nicht berühren darf, während sie gespielt wird. Gespielt wird sie in Teilen des Ewe Königreichs in der Region Volta in Ghana. Daniel Okine aus Ghana, ein Geschichtenerzähler, Trommler, Musiker und Koch ist wieder hier, um sie zu spielen und über sie zu sprechen.
Daniels Küche:
Erdnuss-Suppe
Daniel Okine beim Kochen auf Youtube!(hier klicken)

Foto Copyright: Martyna Bec 2010
Erster Schritt:
Schneide das Rindfleisch (mit Knochen oder auch knochenlos) in mundgerechte Stücke und dämpfe es für 15 Minuten zusammen mit geschnittenen Zwiebeln, Suppenwürfeln, Salz und einem halben Glas Wasser.

Foto Copyright: Martyna Bec 2010
Zweiter Schritt:
Fülle die Erdnuss-Paste in einen Kochtopf und füge Wasser hinzu. Zerstampfe die Erdnuss-Paste im Wasser, bis sie sich komplett aufgelöst hat und beginne anschließend, den Inhalt des Kochtopfes zu erhitzen. Füge Pfeffer hinzu und koche das Ganze für 30 Minuten. Rühre hin und wieder um, bis irgendwann Blasen aufsteigen und an der Oberfläche Öl festzustellen ist.
Dritter Schritt:
Füge geschnittene Tomaten, Auberginen, Zucchini, die Zwiebeln und das gedämpfte Fleisch vom ersten Schritt hinzu. Lass es für weitere 30 Minuten kochen und füge Salz hinzu.
Grieß-Banku
Fülle den Grieß (feiner Mais- oder Weizengrieß) in einen Kochtopf und füge eine Messerspitze Salz hinzu. Füge anschließend Wasser (zweieinhalb mal soviel wie die Menge des Grießes) hinzu und rühre die Masse um, damit der Grieß sich komplett mit dem Wasser vermischt. Dann beginne die entstandene Masse zu erhitzen. Rühre nun um bis die Masse ihre Konsistenz ändert. Rühre schnell und stetig, damit es nicht anbrennt. Es sollte 10 Minuten nach dem Mischen fertig gekocht sein. Nun kann es serviert werden.
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Burritos,
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Mexiko
Donnerstag, 28. Januar 2010
Interkulturelles Kochen: vietnamesisch und brasilianisch am 11. Dezember
Der Abend war für die Vorbereitungsgruppe sehr arbeitsreich. Die Küche war der zentrale Punkt unseres Wirkens.
Viele Köche sollen ja den Brei verderben, aber unsere beiden Köche Adauto und Loan ließen sich von den vielen Helfern nicht aus der Ruhe bringen.vietnamesische Pho Bo
(Vietnamesische Rindfleischsuppe)
Baiana und Brasilianische Moqueca.
Liebevolle Essensausgabe von Loan
Die Zufriedenheit von Adauto nach seiner umfangreichen Essensvorbereitung.

Foto: Ras Adauto 2009
Der Buffetwagen ist angerichtet.
Das Essen ist angerichtetet und dazu noch brasilianische Musik live von Aline Mara und ihrer Band Mar A Bossa!

Foto: Ras Adauto 2009
Kleine Geshichte der Moqueca
Geschichtswissenschaftler haben herausgefunden, dass das Gericht “Moqueca” seinen Ursprung in der indigenen brasilianischen Kultur hat. Die Indios verwendeten Fisch, egal ob sie aus Süß- oder Salzwasser stammten, oder auch Fleisch, das sie auf der Jagd erbeutet hatten, für die Zubereitung des Gerichtes. Nachdem sie das Fleisch oder den Fisch mit aromatischen Kräutern gewürzt hatten, wickelten sie es in Blätter von Bananenstauden und gruben dies in der Erde ein. Zuvor hatten sie den Boden des Loches, dass sie dafür ausgehoben hatten, mit glühenden Steinen bedeckt und etwas Erde darüber geschüttet.
Auf diese Weise wurde das Fisch- oder Fleisch im Bananenwickel gegart. Dieses Zubereitungsverfahren wird “moquecar” genannt und prägt den Namen des Gerichtes bis heute. Das Essen wird traditionell mit Mehl gegessen, das aus geraspeltem und bei großer Hitze auf Holzfeuer gekochten Maniok hergestellt wird.
Durch die Ankunft der afrikanischen Sklaven aus dem Volk der Yoruba/Nigeria, Mitte des 18. Jh. in Bahia (Nordosten Brasiliens), wurde die Zubereitung der Moqueca beeinflusst. Die afrikanischen Hohenpriesterinnen, die den Traditionen ihrer Orixás (Götter der Candomblé-Religion) treu blieben, erweiterten die Zubereitung des indigenen Gerichtes mit Palmöl, Kokosmilch und Olivenöl und prägten den Namen “Moqueca”.
In den heiligen Ritualen des afro-brasilianischen Glaubens hat “Moqueca” Bedeutung als Opfergabe für den Orixá Yemanjá (Ye Omã ejá, Mutter der Fischkinder – Ursprungsmythos der Menschheit), die Mutter des Meeres, des Salzwassers und Mutter aller Orixás sowie den Orixá Oxum, Mutter der Flüsse, Schönheit, Wasserfälle und des Süßwassers, Schutzpatronin schwangerer Frauen und Göttin des Goldes. Die Menge des verwendeten Palm- und Olivenöls entscheidet darüber, für welchen Orixá die Opfergabe bestimmt ist. Yemanjá bevorzugt mehr Olivenöl. Oxum mag es, wenn der Fisch in reichlich Palmöl schwimmt.
Yemanja:
Oxum:
Auch losgelöst von ihrer rituellen Bedeutung ist “Moqueca” ein beliebtes brasilianisches Gericht. Es wird mit weißem Reis, in Palmöl zubereiteter Farofa mit Trockensrimps (Maniokschrot) oder dickflüssigem Maniokbrei serviert.
In der traditionellen brasilianische Küche ist man davon überzeugt, dass sich große Tontöpfe am besten für die Zubereitung von “Moqueca” eignen.
Ras Adauto
Nijinski Arts Internacional e.V.
Nilchicken und Zwetschgenmus 20.November 2009
Wir waren alle ganz aufgeregt. Alles war vorbereitet – die Rezeptblätter kopiert, Lebensmittel und Getränke eingekauft, Musik und Dekoration vorbereit und der Beamer für Martins Vortrag getestet und eingerichtet. Um 16.00 Uhr kamen wir Vorort an. Lucia und Zehila hatten bereits begonnen die neapolitanische Pasta e Fagioli zu kochen. Wir anderen versuchten uns von unserer Nervosität abzulenken, in dem wir uns an die Arbeit machten.
Immerhin die Vorbereitungsgruppe (VG Kochteam) hatte sich in dieser Konstellation erst zum 3. Mal getroffen. Aber unsere Zeitplanung ging auf. Wir waren um 18.30 Uhr mit den Vorbereitungen fertig. Und die ersten Gäste trafen ein.
Da alle jetzt Hunger hatten, gab es den ersten Gang: Pasta e Fagiole alla Napoli (Nudeln mit Bohnen). Das ist ein bodenständiges neapolitanisches Gericht, das zunächst einmal ungewöhnlich auf uns wirkte. Die Bohnensuppe, bestehend aus weißen Bohnen und Gemüse, war mit einer scharfen Paprikapaste, aus eigener Herstellung, gewürzt. In der Suppe wurden nun die Hörnchennudeln gekocht und schnell war die Suppe fast ganz verschwunden, von den Nudeln aufgesogen. Es sah aus als seien nur trockene Nudeln ohne Soße auf dem Teller, aber nach zwei drei Löffeln scharf schmeckenden Bissen, entfaltete sich ein interessantes Aroma. Mmmh, das schmeckte ganz ausgezeichnet! Alle füllten ihre Teller ein zweites Mal mit einer langen Kelle aus dem großen Topf. Zum Glück gibt es in der Küche in der Freizeitstätte Falckensteinstrasse diese riesigen Töpfe.
Es folgte ein kleiner Vortrag über die Geschichte der deutschen und der italienischen National Küche und die Küche als Lebensraum im Wandel der Zeiten. Wobei Martin aufzeigte, dass es die so genannten nationalen Küchen eigentlich nie gab. Sie sich vielmehr aus der Summe der regionalen Küchen & Gerichte zusammengesetzt. Wobei es allerdings in Deutschland nach der napoleonischen Besatzungszeit die Bestrebung gab eine eigene nationale Küche zu definieren.
Als Nächstes skizzierte er für uns die Frankfurter Küche und die Entstehung der modernen funktionalen Küche. Besonders unterhaltsam waren seine Ausführungen über Küchengeräte wie Kochmaschine, Kartoffelstampfer und Pastamaschine mit denen der Vortrag endete.
Jetzt kam Edmund zum Zuge. Wir rollten auf einem Geschirrwagen vorbereitet Herdplatte, Pfanne, Schüsseln und Zutaten in den Raum. Edmund machte original Berliner Eierkuchen alla Edmund. Die Gruppe der türkischen Mütter verfolgte interessiert wie er Milch und Eier mischte und dann das Mehl mit dem Schneebesen einrührte. Dass der Mann viel Übung hat, bewies der absolut klumpenfreie Pfannkuchenteig. Nach den ersten beiden Pfannkuchenladungen, wollten die Frauen und das Mädchen selbst einmal ausprobieren wie leicht das ging. Sie hatten noch nie Pfannkuchen gemacht oder gegessen.
Es war ein vergnüglicher Abend geworden. Während die Einen immer weiteren Pfannkuchennachschub produzierten, wurden an allen Tischen angeregte Unterhaltungen geführt. Nur unsere drei zehnjährigen Jungen, waren schweigend in ihre Gameboys vertieft, aber ein Pfannkuchen mit Kompott und noch einer im Apfelring gebacken ging immer.
Der Probelauf der Reihe Zwetschgenmus & Nilchicken war erfolgreich über die Bühne gegangen. Wir waren ganz zufrieden und glücklich, weil es so schön geklappt hatte, so dass uns das Aufräumen zu später Stunde ganz leicht von der Hand ging.
Labels:
Pasta e fagiole Eierkuchen
Donnerstag, 3. Dezember 2009
Die Küche als sozialer Ort
Foto Martin Breger
Eine kleine Kulturgeschichte der Küche
Text Martin Breger
".....Die betriebswirtschaftliche Rationalität selbst wurde in charakteristischer Weise verkürzt. Die entscheidende Dimension der Produktivitätssteigerung, die Arbeitsteilung, blieb ausgeklammert.
Die Anstrengungen der Avantgarde konzentrierten sich mit der Frankfurter Küche auf die Rationalisierung des „häuslichen Kleinbetriebs“ in der Familienwohnung.
Das Modell der Zwei-Generationen-Kleinfamilie in der komplett ausgestatteten abgeschlossenen Wohnung, die der Hausfrau eine selbständige Haushaltsführung ermöglichte, dominierte die Wohnvorstellung...."
Link zur Datei hier klicken(Pdf)
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Küche Sozialer Raum Essen
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